Herzliche Einladung zum GAW-Studientag am Samstag, dem 17. September 2022, 10.00h – 17.00h in der Evangelischen Kirchengemeinde Hilgen-Neuenhaus in 42929 Wermelskirchen

„Kirche wird kleiner! Den Wandel gestalten
Chancen – Möglichkeiten – Erfahrungen aus der Diaspora“

Als Meletis Meletiadis eingeschult wurde, stellte ihn der Lehrer zusammen mit einem anderen
evangelischen Schüler vor die Tafel und sagte zu der neuen Klasse: „Diese beiden sind Ketzer. Am
besten meidet ihr den Kontakt mit ihnen.“
Im von der orthodoxen Kirche dominierten Griechenland war der Weg von Meletis Meletiadis und
der sehr kleinen evangelischen Kirche nicht immer einfach und auf jeden Fall sehr kurvenreich.
Heute ist Meletiadis mit dem Oberhaupt der orthodoxen Kirche befreundet und die evangelische
Kirche in Griechenland eine gesellschaftlich und politisch respektierte Größe. Obwohl es nach wie
vor nur ungefähr 30.000 Evangelische in ganz Griechenland gibt.


Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) Rheinland freut sich sehr, dass Pfarrer Meletis Melitiades und auch
Dr. Ladislav Beneŝ von der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Prag/Tschechien auf diesem
Studientag von ihren Erfahrungen als „kleine Kirche“ berichten und mit uns darüber ins Gespräch
kommen wollen.
Denn auch die evangelische Kirche in Deutschland wird in den kommenden Jahren kleiner werden:
weniger Mitglieder, weniger Geld, weniger Gebäude. Bereits jetzt sind weniger als 50 Prozent aller
Deutschen noch Mitglied in der evangelischen oder katholischen Kirche. Diese Entwicklung wird
bereits im öffentlichen Raum sichtbar. Spätestens dann, wenn wieder eine Kirche geschlossen oder
ein Gemeindezentrum verkauft wird.
In den deutschen Kirchen und Gemeinden blickt man mit Sorge, mitunter auch furchtsam auf diese
Entwicklung.


In dieser Situation lohnt sich ein Blick in die Diaspora, also in die evangelischen Kirchen, die in ihren
Heimatländern schon sehr lange eine mehr oder weniger kleine Minderheit bilden. In Tschechien
z.B. beträgt der Anteil der Evangelischen an der Gesamtbevölkerung 0,9 %, in Griechenland liegt er
sogar nur bei 0,2 %.
Aber deswegen ist man dort alles andere als verzweifelt, sondern findet Wege und ergreift Chancen,
um lebendige Gemeinden zu formen und als Evangelische kräftig mitzumischen in Gesellschaft und
Politik.
Der GAW-Studientag will folglich nicht erneut den gegenwärtigen Schrumpfungsprozess
analysieren, sondern vielmehr „einen mutigen und fröhlichen Blick“ auf die Möglichkeiten einer
zukünftigen evangelischen Kirche in Deutschland richten.


Ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben.
Es wird aber um eine Anmeldung gebeten, damit das Mittagessen genauer geplant werden kann.


Anmeldungen und Rückfragen an:
GAW Rheinland
Frau Sabine Janser
Kurfürstenstraße 20a
53115 Bonn
Tel.: 0228-2427485
Mail: info@gaw-rheinland.de

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